Wir entwickeln Lehrmaterialien, Faktenchecks und Analysen zu Polizeiarbeit, Grundrechten und demokratischer Sicherheit. Denn: Eine informierte Öffentlichkeit ist die Grundlage für Veränderung.
Wir schaffen Räume für Begegnung – ob in Workshops, Podien oder digitalen Formaten. Wir bringen Betroffene, Polizei, Politik und Zivilgesellschaft zusammen: Für mehr Verständnis und echte Beteiligung.
Wir erarbeiten Impulse und Konzepte zu einer neuen Definition von Sicherheit und Freiheit. Wir mischen uns ein und fragen kritisch: Welche Rolle soll die Polizei künftig in einer gerechten Gesellschaft spielen?
Paul war Bundespolizist, hat Jura studiert und befindet sich derzeit im Rechtsreferendariat in Berlin. Er setzt sich bei BetterPolice für Rechtsstaatlichkeit, Hinweisgeberschutz und eine Polizei mit funktionierender Fehlerkultur und echter Transparenz ein.
„Die Polizei übt das staatliche Gewaltmonopol aus. Die damit einhergehenden Befugnisse können tief in die Grundrechte von Menschen eingreifen. Zum Schutz aller ist daher eine positive und funktionierende Fehlerkultur in der Polizei für mehr Rechtsstaatlichkeit unbedingt nötig. Um sich zeitgemäß weiterentwickeln zu können, muss die Polizei sich insgesamt für ihre Beschäftigten, die Forschung und die Allgemeinheit öffnen.“
Paul war Bundespolizist und arbeitete in unterschiedlichen Bundespolizeiinspektionen. Danach studierte er Rechtswissenschaften in Münster sowie Berlin und schloss dort sein erstes Staatsexamen ab. Seit Februar 2025 befindet er sich im Rechtsreferendariat. Zwischenzeitlich arbeitete Paul bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. unter anderem im Projekt „MachMeldung!“ für einen besseren Hinweisgeberschutz in der Polizei.
Helmut arbeitet seit vielen Jahren als Polizist und versteht Polizei als Teil der Gemeinschaft. Er setzt sich bei BetterPolice für eine Zusammenarbeit ein, die auf Nähe, Vertrauen, Respekt und fairen Umgang mit Bürger*innen beruht.
“Die Polizei sollte sich als Teil der Gemeinschaft verstehen. Dies bedeutet, dass sie eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammenarbeitet, Vertrauen aufbaut und proaktiv auf die Bedürfnisse und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger eingeht.”
Helmut ist schon sehr lange Polizist und möchte seine berufliche Lebenserfahrung bei BetterPolice einbringen, um Polizei und Gesellschaft in ein Gleichgewicht zu bringen, das von gegenseitigem Respekt, Fairness und Vertrauen geprägt ist.
Vera ist Sozialwissenschaftlerin und Kriminologin und seit Jahrzehnten in der Sozialen Arbeit aktiv. Mit ihren Erfahrungen aus Kooperation und Konflikt mit der Polizei setzt sie sich bei BetterPolice für eine gewaltfreie, respektvolle und möglichst machtarme Kommunikation zwischen Polizei und Bürger*innen ein.
“Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Polizistinnen und Polizisten gemacht und ich habe sehr schlechte Erfahrungen durch unangemessene verbale und körperliche Gewaltanwendung von Polizistinnen und Polizisten gemacht. Mein Anliegen ist eine gewaltfreie, respektvolle und nicht machtgeprägte Kommunikation und Interaktion zwischen Polizei und Zivilgesellschaft.“
Vera ist Sozialwissenschaftlerin und Kriminologin und seit über 40 Jahren in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig. Sowohl beruflich als auch privat – Vera ist Unterstützerin der ehemals Letzten Generation, jetzt Neuen Generation – erlebte sie immer wieder sowohl Kooperationen mit der Polizei als auch Konfrontationen.
Bahar ist Lehrerin und Dozentin und arbeitet zu institutionellem Rassismus, besonders in der Polizei. Sie bringt konsequent die Perspektive von Rassismus betroffenen Menschen ein und stärkt bei BetterPolice die kritische, grundrechtsorientierte Auseinandersetzung mit Sicherheitsbehörden.
„Sich für eine bessere Polizei einzusetzen heißt für mich, den Rechtsstaat ernst zu nehmen: Eine Polizei, die institutionellen Rassismus anerkennt, aufarbeitet und strukturell verändert, stärkt das Vertrauen der Menschen, die ihren Schutz am dringendsten brauchen. Dafür müssen wir kritische Expertise, Erfahrungswissen und konkrete Veränderungsvorschläge zusammenführen“
Bahar Aslan ist ausgebildete Lehrerin für Englisch und Sozialwissenschaften und Dozentin an einer Universität in Nordrhein-Westfalens. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Schule, Hochschule und Zivilgesellschaft und ist in der rassismuskritischen Bildungsarbeit aktiv. Zuvor war sie in der Aus- und Fortbildung von Polizeibediensteten tätig.
In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit institutionellem Rassismus und den Folgen für das Vertrauen in staatliche Institutionen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Polizei sowie auf der Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex und rechten Strukturen.
Marika ist seit 2010 im aktiven Polizeidienst und hat einiges an Einsatzerfahrung. Ehrenamtlich engagiert sie sich als Stadtvertreterin in der SPD-Fraktion von Schwerin.
„Mein Herzensthema ist Antirassismus – ich möchte das Bewusstsein dafür schaffen und in der Polizei von innen Veränderung voranbringen. Ich möchte mitgestalten, nicht nur zusehen und dabei sind mir Menschlichkeit, Zusammenhalt und miteinander reden besonders wichtig. Deshalb find ich auch unseren Ansatz bei BetterPolice so überzeugend und bin unfassbar gern dabei!“
Marika ist seit 2010 im aktiven Polizeidienst und hat einiges an Einsatzerfahrung: Von Bereitschaftspolizei über Einsatzleitstelle bis Kriminaldauerdienst. Zuletzt war sie Dienstgruppenleiterin in verschiedenen Revieren, aktuell in Ludwigslust. Ehrenamtlich engagiert sie sich als Stadtvertreterin in der SPD-Fraktion von Schwerin.
Oliver ist seit vielen Jahren Polizist in Berlin und Gründer von BetterPolice. Er macht auf rechtsextreme Strukturen, Rassismus und Gewalt in der Polizei aufmerksam und bringt diese Innensicht in die gemeinsame Arbeit für eine demokratische, menschenrechtsorientierte Polizei ein.
„Die Polizei verfolgt keinen Selbstzweck! Wir brauchen eine Polizei – aber nicht diese. Unsere Demokratie braucht Verfassungshütende, die fest auf den Werten von Grund- und Menschenrechten steht. Doch aktuell wird die öffentliche Debatte von rechtskonservativen Stimmen dominiert, sie werden gar als Experten wahrgenommen. Dem wollen wir eine konstruktive Perspektive entgegensetzen.“
Oliver ist seit 27 Jahren Polizist bei der Polizei Berlin, seit mittlerweile 14 Jahren übt er öffentlich und mit zunehmender Reichweite Kritik an der Polizei und hat 2021 die Initiative “BetterPolice” gegründet. Er verarbeitete seine Beobachtungen zu rechtsextremen Chatgruppen, rassistischem Verhalten, Gewalt und Diskriminierung bei der und durch die Polizei in seinem Buch “Ich kämpfe für eine bessere Polizei”.
Lu ist Polizeibeamt*in bei der Bundespolizei und lebt in Berlin. Als nichtbinäre Person bringt Lu persönliche Perspektiven in die Polizeiarbeit ein und engagiert sich für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Menschen innerhalb der Behörden.
„Als nichtbinäre Person in der Polizei kenne ich die Spannungsfelder zwischen individueller Identität und institutionellen Strukturen aus eigener Erfahrung. Gerade deshalb setze ich mich dafür ein, dass Polizei Vielfalt nicht nur toleriert, sondern aktiv lebt. Eine moderne Polizei muss die Gesellschaft widerspiegeln, der sie dient – offen, respektvoll und zugänglich für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Identität, Herkunft oder Lebensrealität.“
Lu ist Polizeibeamt*in bei der Bundespolizei und lebt in Berlin. Als nichtbinäre Person bringt Lu persönliche Perspektiven in die Polizeiarbeit ein und engagiert sich für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Menschen innerhalb der Behörden. Ziel ist eine Polizei, die Vertrauen schafft, Vielfalt abbildet und allen Menschen gleichermaßen gerecht wird.
Reinhold war 37 Jahre mit großer Leidenschaft Berufsfeuerwehrmann und Rettungsassistent in München. Bei BetterPolice setzt er sich für Empowerment von Einsatzkräften ein, die wegen ihres demokratischen, antirassistischen oder feministischen Engagements unter Druck geraten.
„Gerade jetzt sind wir darauf angewiesen, diejenigen Stimmen in der Polizei und in anderen Behörden und Sicherheitsorganisationen zu unterstützen und mit einem solidarischen Netzwerk zu versorgen, die existentiell für unsere Demokratie sind. Sich autoritären Strukturen entgegenzustellen braucht Mut und Kraft und das kann man in Gemeinschaft besser aufbringen.“
Reinhold war 37 Jahre mit großer Leidenschaft Berufsfeuerwehrmann und Rettungsassistent in München. Er hat mitgeholfen, dort eine leistungsstarke Einsatznachsorge aufzubauen. Die Belange und der Schutz von Einsatzkräften sind ihm ein Anliegen. Bei BetterPolice setzt er sich für Empowerment von Einsatzkräften ein, die wegen ihres demokratischen, antirassistischen oder feministischen Engagements unter Druck geraten.
Chiara ist Polizistin und Klimaaktivistin und kennt die Spannungen zwischen Polizei und Protest aus nächster Nähe. Bei BetterPolice verbindet sie polizeiliche Praxis mit dem Einsatz für Klimagerechtigkeit und setzt auf Dialog statt Feindbilder.
„Nie wieder ist jetzt! Das gilt insbesondere für die Staatsgewalt. Unsere Demokratie braucht starke Stimmen für echte Gerechtigkeit statt verstummende Uniformierte für erstarkende Rechte. Wir schaffen Solidarität für alle, die sich menschenfeindlichen Entwicklungen entgegenstellen und unsere Demokratie weiterentwickeln wollen.“
Chiara ist seit 2010 Polizistin bei der Bundespolizei. 2023 geriet sie in die Schlagzeilen, als sie sich in ihrer Freizeit der Letzten Generation anschloss und kurz darauf ein behördliches Disziplinarverfahren gegen sie eingeleitet wurde. Im Oktober 2025 erhob Chiara vor dem Verwaltungsgericht Greifswald in diesem Verfahren Klage gegen die Bundespolizei. 2024 veröffentlichte Chiara gemeinsam mit ihrer Freundin und Klimaaktivistin Hannah das Buch “Gegen das Klima der Gewalt – Unser riskanter Einsatz zwischen Polizei und Aktivismus für eine lebenswerte Zukunft”.
Chris beschäftigt sich beruflich damit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und unterschiedliche Perspektiven zu einem gemeinsamen Verständnis zusammenzuführen. Bei BetterPolice bringt er diese Erfahrung aus zivilgesellschaftlicher Perspektive in den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft ein.
„Nachhaltige Veränderung entsteht nicht allein durch gute Ideen, sondern dadurch, dass Menschen sie verstehen und mittragen. Deshalb interessieren mich weniger einzelne Maßnahmen als die Frage, wie komplexe Zusammenhänge verständlich werden und unterschiedliche Perspektiven zu einem gemeinsamen Verständnis finden.“
Chris beschäftigt sich beruflich mit der Gestaltung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen – immer mit dem Ziel, Komplexität greifbar zu machen und Verständigung zwischen unterschiedlichen Perspektiven zu ermöglichen.
Bei BetterPolice bringt er bewusst eine zivilgesellschaftliche Perspektive ein. Sein Schwerpunkt liegt darauf, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzuführen und den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern.