Wir entwickeln Lehrmaterialien, Faktenchecks und Analysen zu Polizeiarbeit, Grundrechten und demokratischer Sicherheit. Denn: Eine informierte Öffentlichkeit ist die Grundlage für Veränderung.
Wir schaffen Räume für Begegnung – ob in Workshops, Podien oder digitalen Formaten. Wir bringen Betroffene, Polizei, Politik und Zivilgesellschaft zusammen: Für mehr Verständnis und echte Beteiligung.
Wir erarbeiten Impulse und Konzepte zu einer neuen Definition von Sicherheit und Freiheit. Wir mischen uns ein und fragen kritisch: Welche Rolle soll die Polizei künftig in einer gerechten Gesellschaft spielen?
Paul war Bundespolizist, hat Jura studiert und befindet sich derzeit im Rechtsreferendariat in Berlin. Er setzt sich bei BetterPolice für Rechtsstaatlichkeit, Hinweisgeberschutz und eine Polizei mit funktionierender Fehlerkultur und echter Transparenz ein.
„Die Polizei übt das staatliche Gewaltmonopol aus. Die damit einhergehenden Befugnisse können tief in die Grundrechte von Menschen eingreifen. Zum Schutz aller ist daher eine positive und funktionierende Fehlerkultur in der Polizei für mehr Rechtsstaatlichkeit unbedingt nötig. Um sich zeitgemäß weiterentwickeln zu können, muss die Polizei sich insgesamt für ihre Beschäftigten, die Forschung und die Allgemeinheit öffnen.“
Paul war Bundespolizist und arbeitete in unterschiedlichen Bundespolizeiinspektionen. Danach studierte er Rechtswissenschaften in Münster sowie Berlin und schloss dort sein erstes Staatsexamen ab. Seit Februar 2025 befindet er sich im Rechtsreferendariat. Zwischenzeitlich arbeitete Paul bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. unter anderem im Projekt „MachMeldung!“ für einen besseren Hinweisgeberschutz in der Polizei.
Marika ist seit 2010 im aktiven Polizeidienst und hat einiges an Einsatzerfahrung. Ehrenamtlich engagiert sie sich als Stadtvertreterin in der SPD-Fraktion von Schwerin.
„Mein Herzensthema ist Antirassismus – ich möchte das Bewusstsein dafür schaffen und in der Polizei von innen Veränderung voranbringen. Ich möchte mitgestalten, nicht nur zusehen und dabei sind mir Menschlichkeit, Zusammenhalt und miteinander reden besonders wichtig. Deshalb find ich auch unseren Ansatz bei BetterPolice so überzeugend und bin unfassbar gern dabei!“
Marika ist seit 2010 im aktiven Polizeidienst und hat einiges an Einsatzerfahrung: Von Bereitschaftspolizei über Einsatzleitstelle bis Kriminaldauerdienst. Zuletzt war sie Dienstgruppenleiterin in verschiedenen Revieren, aktuell in Ludwigslust. Ehrenamtlich engagiert sie sich als Stadtvertreterin in der SPD-Fraktion von Schwerin.
Julia ist Kriminalkommissarin in Berlin und beschäftigt sich intensiv mit rechtsstaatlichen Prinzipien und der Rolle der Polizei als sichtbare Vertreterin des Staates. Bei BetterPolice tritt sie für eine Polizei ein, die alle Menschen schützt und sich klar an demokratischen Grundsätzen orientiert.
“Die Polizei darf in ihrem Handeln nicht über den rechtsstaatlichen Prinzipien einer Demokratie stehen – insbesondere, da sie im Alltag für viele Menschen oft die greifbarste Vertreterin des Staates ist. Ich will eine Polizei für alle Menschen in diesem Land- keine, von der sich nur bestimmte Gruppen geschützt fühlen können.”
Julia ist Kriminalbeamtin. Vor Beginn ihres Studiums bei der Polizei Berlin hat sie unter anderem in der Notfallmedizin sowie einige Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung gearbeitet. Wie die Polizei mit Menschen in psychischen Notsituationen umgeht, ist Julia bei BetterPolice auch deshalb ein besonderes Anliegen.
Reinhold war 37 Jahre mit großer Leidenschaft Berufsfeuerwehrmann und Rettungsassistent in München. Bei BetterPolice setzt er sich für Empowerment von Einsatzkräften ein, die wegen ihres demokratischen, antirassistischen oder feministischen Engagements unter Druck geraten.
„Gerade jetzt sind wir darauf angewiesen, diejenigen Stimmen in der Polizei und in anderen Behörden und Sicherheitsorganisationen zu unterstützen und mit einem solidarischen Netzwerk zu versorgen, die existentiell für unsere Demokratie sind. Sich autoritären Strukturen entgegenzustellen braucht Mut und Kraft und das kann man in Gemeinschaft besser aufbringen.“
Reinhold war 37 Jahre mit großer Leidenschaft Berufsfeuerwehrmann und Rettungsassistent in München. Er hat mitgeholfen, dort eine leistungsstarke Einsatznachsorge aufzubauen. Die Belange und der Schutz von Einsatzkräften sind ihm ein Anliegen. Bei BetterPolice setzt er sich für Empowerment von Einsatzkräften ein, die wegen ihres demokratischen, antirassistischen oder feministischen Engagements unter Druck geraten.
Kai ist Bundespolizeibeamter in Ostdeutschland und steht für eine solidarische, menschenorientierte und klar antifaschistische Polizeiarbeit. Ihn treibt die Überzeugung an, dass Sicherheit nur dann gerecht ist, wenn sie nicht auf Ausgrenzung, Härtefantasien oder Feindbildern beruht, sondern auf Rechtsstaatlichkeit, Verantwortung und gesellschaftlicher Teilhabe. Er glaubt an Würde, Gleichwertigkeit und soziale Gerechtigkeit.
“Im Lebenslauf wird Mutterschaft oft als Lücke gelesen. Tatsächlich können Mutterschaft und Elternzeit Fähigkeiten stärken, die wir auch von Führungskräften erwarten: Priorisieren, organisieren, kommunizieren, Konflikte aushalten, Verantwortung tragen. Warum sind dann gerade in der Polizei so wenige Frauen in Spitzen- und Leitungsfunktionen vertreten?”
Kai ist Bundespolizeibeamter in Ostdeutschland und steht für eine solidarische, menschenorientierte und klar antifaschistische Polizeiarbeit. Ihn treibt die Überzeugung an, dass Sicherheit nur dann gerecht ist, wenn sie nicht auf Ausgrenzung, Härtefantasien oder Feindbildern beruht, sondern auf Rechtsstaatlichkeit, Verantwortung und gesellschaftlicher Teilhabe. Er glaubt an Würde, Gleichwertigkeit und soziale Gerechtigkeit. Er hat ein Impulspapier zur Mutterrolle in der Polizei geschrieben – lies doch mal rein, Du findest es unter „Material“.
Chiara ist Polizistin und Klimaaktivistin und kennt die Spannungen zwischen Polizei und Protest aus nächster Nähe. Bei BetterPolice verbindet sie polizeiliche Praxis mit dem Einsatz für Klimagerechtigkeit und setzt auf Dialog statt Feindbilder.
„Nie wieder ist jetzt! Das gilt insbesondere für die Staatsgewalt. Unsere Demokratie braucht starke Stimmen für echte Gerechtigkeit statt verstummende Uniformierte für erstarkende Rechte. Wir schaffen Solidarität für alle, die sich menschenfeindlichen Entwicklungen entgegenstellen und unsere Demokratie weiterentwickeln wollen.“
Chiara ist seit 2010 Polizistin bei der Bundespolizei. 2023 geriet sie in die Schlagzeilen, als sie sich in ihrer Freizeit der Letzten Generation anschloss und kurz darauf ein behördliches Disziplinarverfahren gegen sie eingeleitet wurde. Im Oktober 2025 erhob Chiara vor dem Verwaltungsgericht Greifswald in diesem Verfahren Klage gegen die Bundespolizei. 2024 veröffentlichte Chiara gemeinsam mit ihrer Freundin und Klimaaktivistin Hannah das Buch “Gegen das Klima der Gewalt – Unser riskanter Einsatz zwischen Polizei und Aktivismus für eine lebenswerte Zukunft”.
Martin betont, dass Polizeiarbeit die ganze Gesellschaft betrifft. Er bringt bei BetterPolice die zivilgesellschaftliche Perspektive ein und wirbt für eine faire, transparente und demokratisch kontrollierte Polizei.
“Die Polizei betrifft uns alle – auch, wenn wir im Alltag vielleicht wenig mit ihr zu tun haben. Gerade deshalb lohnt es sich, hinzuschauen und sich mit ihrer Arbeit auseinanderzusetzen. Denn eine Polizei, die fair, transparent und im Sinne der Demokratie handelt, ist keine Selbstverständlichkeit – sondern etwas. wofür wir als Gesellschaft gemeinsam Verantwortung tragen.”
Martin ist Musiker und Komponist. Er engagiert sich in der Klimagerechtigkeitsbewegung und unterstützt BetterPolice als Teil der Zivilgesellschaft. In krisengeplagten Zeiten sieht Martin im Aufbau starker Netzwerke die größte gesellschaftliche Kraft.
Holger ist seit 32 Jahren im Dienst der Landespolizei Baden-Württemberg. Nach langjähriger Tätigkeit in den Bereichen Jugend- und Rauschgiftkriminalität ist er heute in der Einstellungsberatung tätig. Privat engagiert er sich unter anderem in der Flüchtlingshilfe.
„Die rechtsextremen Tendenzen innerhalb der Polizei erschüttern mich zutiefst. Zwar bilden die demokratisch Denkenden in meiner Dienststelle glücklicherweise die deutliche Mehrheit, doch ich spüre, wie verfassungsfeindliche Strömungen durch eine falsch verstandene und einseitige Toleranz im Kollegenkreis zunehmen. Wir als Polizist*innen stehen in der Pflicht, unsere wehrhafte Demokratie aktiv zu verteidigen.“
Holger ist seit 32 Jahren im Dienst der Landespolizei Baden-Württemberg. Nach langjähriger Tätigkeit in den Bereichen Jugend- und Rauschgiftkriminalität ist er heute in der Einstellungsberatung tätig. Privat engagiert er sich in der Flüchtlingshilfe, als Fußballtrainer und ist parteilos in der Kommunalpolitik aktiv. Bei BetterPolice unterstützt er das Integrationsteam. Sein Ziel ist es, Kolleg*innen zu stärken, die sich bei den Themen demokratische Werte, Rassismus, Sexismus und Frauenrechte allein gelassen fühlen.“
Vera ist Sozialwissenschaftlerin und Kriminologin und seit Jahrzehnten in der Sozialen Arbeit aktiv. Mit ihren Erfahrungen aus Kooperation und Konflikt mit der Polizei setzt sie sich bei BetterPolice für eine gewaltfreie, respektvolle und möglichst machtarme Kommunikation zwischen Polizei und Bürger*innen ein.
“Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Polizistinnen und Polizisten gemacht und ich habe sehr schlechte Erfahrungen durch unangemessene verbale und körperliche Gewaltanwendung von Polizistinnen und Polizisten gemacht. Mein Anliegen ist eine gewaltfreie, respektvolle und nicht machtgeprägte Kommunikation und Interaktion zwischen Polizei und Zivilgesellschaft.“
Vera ist Sozialwissenschaftlerin und Kriminologin und seit über 40 Jahren in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig. Sowohl beruflich als auch privat – Vera ist Unterstützerin der ehemals Letzten Generation, jetzt Neuen Generation – erlebte sie immer wieder sowohl Kooperationen mit der Polizei als auch Konfrontationen.
Philip arbeitet als Polizeibeamter und Notfallsanitäter und kennt Einsatzlagen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Diese doppelte Perspektive prägt seinen Blick auf Herausforderungen im Alltag von Sicherheits- und Rettungskräften. Bei BetterPolice bringt er seine Erfahrungen in das Presseteam ein und möchte dazu beitragen, komplexe Themen verständlich zu machen und den Dialog zwischen Polizei und Gesellschaft zu stärken.
„Ich bin überzeugt, dass wir nur dann Vertrauen schaffen können, wenn wir offen über Probleme sprechen, ohne die Realität des Berufs aus dem Blick zu verlieren. Genau diesen ehrlichen und differenzierten Dialog möchte ich mit meiner Arbeit unterstützen.“
Philip arbeitet als Polizeibeamter und Notfallsanitäter und kennt Einsatzlagen aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Erfahrungen aus beiden Bereichen prägen seinen Blick auf die Herausforderungen im Alltag von Sicherheits- und Rettungskräften – insbesondere im Spannungsfeld zwischen Einsatzrealität, Organisation und gesellschaftlichen Erwartungen.
Durch seine Tätigkeit hat er sowohl operative Abläufe als auch strukturelle Rahmenbedingungen kennengelernt und reflektiert. Diese doppelte Perspektive ermöglicht es ihm, Themen rund um Polizei, Führungskultur und Arbeitsrealität differenziert einzuordnen und verständlich zu vermitteln.
Bei BetterPolice bringt Philip seine Erfahrungen im Presseteam ein. Sein Ziel ist es, komplexe Themen zugänglich aufzubereiten, faktenbasiert einzuordnen und einen konstruktiven Dialog zwischen Polizei und Gesellschaft zu fördern.
Helmut arbeitet seit vielen Jahren als Polizist und versteht Polizei als Teil der Gemeinschaft. Er setzt sich bei BetterPolice für eine Zusammenarbeit ein, die auf Nähe, Vertrauen, Respekt und fairen Umgang mit Bürger*innen beruht.
“Die Polizei sollte sich als Teil der Gemeinschaft verstehen. Dies bedeutet, dass sie eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammenarbeitet, Vertrauen aufbaut und proaktiv auf die Bedürfnisse und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger eingeht.”
Helmut ist schon sehr lange Polizist und möchte seine berufliche Lebenserfahrung bei BetterPolice einbringen, um Polizei und Gesellschaft in ein Gleichgewicht zu bringen, das von gegenseitigem Respekt, Fairness und Vertrauen geprägt ist.
Chris beschäftigt sich beruflich damit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und unterschiedliche Perspektiven zu einem gemeinsamen Verständnis zusammenzuführen. Bei BetterPolice bringt er diese Erfahrung aus zivilgesellschaftlicher Perspektive in den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft ein.
„Nachhaltige Veränderung entsteht nicht allein durch gute Ideen, sondern dadurch, dass Menschen sie verstehen und mittragen. Deshalb interessieren mich weniger einzelne Maßnahmen als die Frage, wie komplexe Zusammenhänge verständlich werden und unterschiedliche Perspektiven zu einem gemeinsamen Verständnis finden.“
Chris beschäftigt sich beruflich mit der Gestaltung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen – immer mit dem Ziel, Komplexität greifbar zu machen und Verständigung zwischen unterschiedlichen Perspektiven zu ermöglichen.
Bei BetterPolice bringt er bewusst eine zivilgesellschaftliche Perspektive ein. Sein Schwerpunkt liegt darauf, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzuführen und den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern.
Clara ist Chemikerin und zivilgesellschaftlich für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben in einer intakten Umwelt aktiv. Sie glaubt, dass alle Menschen fähig sind, gut zu sein und einander zu stützen – das gilt auch für Polizist*innen.
“Ich glaube, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden können. Für ein friedliches Zusammenleben braucht es keine bewaffneten uniformierten Einheiten. Menschen können miteinander sprechen, wenn Alle den Wert und die Würde jedes Einzelnen sehen. Ich glaube, dass wir keine Polizei brauchen, wenn wir unsere Art des Zusammenlebens grundlegend reformieren. Der erste Schritt dahin kann sein, die existierende Polizei zu reformieren: Zu einer Gruppe Menschen, die die Würde jedes Menschen schützt und Menschenrechte auch dort verteidigt, wo Machthabende es nicht tun.”
Clara ist Chemikerin und zivilgesellschaftlich für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben in einer intakten Umwelt aktiv. Sie glaubt, dass alle Menschen fähig sind, Gut zu sein und einander zu stützen. Das gilt auch für Polizist*innen, die in einem System stecken, das Menschen schadet. Netzwerkarbeit und viel Dialog können dieses System aufbrechen – rassistische und demokratiegefährdende Strukturen darin beseitigen.
Daniel Winter ist als Kriminalhauptkommissar bei der Landespolizei Hessen Ermittler in Wirtschaftsstrafsachen. Er ist außerdem Stadtverordneter für die Linke in Wiesbaden und Ortsvorsteher, Umwelt-, Klima- und Sozialaktivist.
“Ein starker Sozialstaat und staatliche Investitionen in Bildung sind die Grundlage für eine nachhaltige Kriminalprävention!”
Daniel Winter ist als Kriminalhauptkommissar bei der Landespolizei Hessen Ermittler in Wirtschaftsstrafsachen. Er ist außerdem Stadtverordneter für die Linke in Wiesbaden und Ortsvorsteher, Umwelt-, Klima- und Sozialaktivist. Langeweile gibt es bei Daniel nicht. Neben seinem Engagement ist Daniel Familienmensch und macht viel Sport.
Doro ist Rentnerin und war als ausgebildete Familientherapeutin über die Zeit ihres Berufslebens zum Beispiel beim Deutschen Kinderschutzbund, für einen Bildungsträger für Erwachsene und an einer Grundschule tätig.
„Wie schon vor 50 Jahren wünsche ich mir immer noch eine gerechte, sozial kompetente und respektvolle Menschheit, die miteinander anstatt übereinander spricht und lösungsorientiert handelt, wenn es u.a. um Themen wie Klimaschutz und Menschenrechte geht. Deshalb bin ich hier.“
Doro ist Rentnerin, Mama von zwei Töchtern und Oma von drei Enkelkindern. Als junge Frau war sie politisch sehr aktiv, mit zwei kleinen Kindern und alleinerziehend verschoben sich die Prioritäten Anfang der 90er zwangsläufig. Doro ist ausgebildete Familientherapeutin und war über die Zeit ihres Berufslebens zum Beispiel beim Deutschen Kinderschutzbund, für einen Bildungsträger für Erwachsene und an einer Grundschule tätig.
Birgit Mücke ist 65 Jahre alt und nach 40 Jahren Polizeidienst in NRW pensioniert. Aktuell absolviert sie ihr Masterstudium, um danach eine Forschungsarbeit als Dissertation zu schreiben.
„Nach meiner Pensionierung hatte ich die Idee, eine Forschungsarbeit zum Grob-Thema „Gewalt gegen und durch Polizeibeamte“ zu schreiben. Ich frage mich, ob es gemeinsame Ursachen für Gewalt gibt, was dabei unternommen werden kann und ob sich die Gewaltspirale aufhalten lässt. Ich habe eigene Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven, da ich selber vielfach verletzt wurde, aber auch gegen Kolleg*innen vorgegangen bin, die Gewalt in Einsätzen überzogen haben. Ich hoffe, mit BetterPolice noch mehr Perspektiven einbeziehen zu können.“
Birgit Mücke ist 65 Jahre alt und nach 40 Jahren Polizeidienst in NRW pensioniert. Das ist für sie kein Grund zum Stillsitzen: Aktuell ist sie Lehrende für Englisch und Einsatzlehre an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung in NRW und absolviert ihr Masterstudium, um danach eine Forschungsarbeit als Dissertation zu schreiben. Birgit ist außerdem ehemalige Vorsitzende des Hilfsvereins „Copcare – Helfende Hand e.V.“
Alena ist Kriminalhauptkommissarin bei der Landespolizei Hessen und arbeitet dort in der Seniorenprävention. Ihr ist es wichtig, dass sich innerhalb der Polizei der Umgang mit PTBS und anderen psychischen Erkrankungen von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten nachhaltig verbessern wird. Ebenso sind die Förderung von Diversität und die Stärkung demokratischer Werte Herzensthemen – auch in ihrem ehrenamtlichen Engagement in einer Gemeindebücherei.
„Eine starke Polizei schützt die Gesellschaft und die eigenen Kolleginnen und Kollegen – durch Fürsorge, Offenheit, Diversität und ein klares Bekenntnis zu unseren demokratischen Werten. Nur eine Organisation, die nach innen stark, gesund und wertschätzend ist, kann nach außen Vertrauen schaffen und Sicherheit vermitteln“
Alena ist Kriminalhauptkommissarin bei der Landespolizei Hessen und arbeitet dort in der Seniorenprävention. Ihr ist es wichtig, dass sich innerhalb der Polizei der Umgang mit PTBS und anderen psychischen Erkrankungen von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten nachhaltig verbessern wird. Ebenso sind die Förderung von Diversität und die Stärkung demokratischer Werte Herzensthemen – auch in ihrem ehrenamtlichen Engagement in einer Gemeindebücherei.
Prof. Dr. Daniela Hunold ist Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Empirische Polizeiforschung und Direktorin des Instituts für private und öffentliche Sicherheit an der HWR Berlin.
“Die Polizei gibt es noch nicht lange und sie hatte zu Beginn Aufgaben, die wir heute nicht mehr so unterstreichen würden. Sie ist eine Organisation, die wir nicht als gegeben ansehen müssen. Tatsächlich werden die Arbeit und die Maßnahmen der Polizei aber wenig hinterfragt, auch die rechtlichen Voraussetzungen für Polizeiarbeit werden selten hinterfragt, sondern es wird eher dafür geworben, dass rechtliche Voraussetzungen erweitert werden.”
Prof. Dr. Daniela Hunold, Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Empirische Polizeiforschung und Direktorin des Instituts für private und öffentliche Sicherheit an der HWR Berlin. Sie forscht seit 20 Jahren zu Polizei in Deutschland mit den Schwerpunkten Diversität, Diskriminierung, Polizeikultur, Protest Policing sowie Gewalt- und Stadtforschung. Hierbei nimmt sie meist eine machtkritische Perspektive ein und ist deshalb jemand, die die Polizei zwar kritisch-reflektierend, aber institutionell ernsthaft weiterdenken will.
Marilén ist Menschen- und Tierrechtsaktivistin. Sie ist eine queere Romnja und spricht sich laut gegen rassistische Polizeigewalt aus. 2023 wurde Marilén von Bundeskanzler Olaf Scholz für ihr Engagement als GermanDream-Wertebotschafterin geehrt.
„Verrate uns nicht. Gehorche und sei still – das war die Erwartung und ich habe mich jeden Tag dagegen entschieden. Durch das Erstarken von Rechtsradikalen (auch innerhalb der Polizei) und die zunehmende Gefahr für unsere Demokratie sollte zivilgesellschaftliches Engagement bei der Polizei nicht nur erlaubt, sondern als dringend nötig angesehen werden. Nicht eine Uniform verleiht Haltung, unsere Fähigkeit zu moralischem Handeln steckt in uns.“
Marilén ist Menschen- und Tierrechtsaktivistin. Sie demonstriert, solidarisiert sich mit allen marginalisierten Personengruppen als selbst Betroffene. Sie ist eine queere Romnja und spricht sich laut gegen rassistische Polizeigewalt aus. 2023 wurde Marilén von Bundeskanzler Olaf Scholz für ihr Engagement als GermanDream-Wertebotschafterin geehrt. Nur kurz darauf wurde sie nach ihrem abgeschlossenen Bachelor-Studium bei der Polizei Niedersachsen einen Tag vor ihrer Ernennung zur Polizeikommissarin mit einem Disziplinar- und Entlassungsverfahren überrascht und wurde nicht ernannt. Mit den psychischen und rechtlichen Folgen kämpft sie bis heute.
Oliver ist seit vielen Jahren Polizist in Berlin und Gründer von BetterPolice. Er macht auf rechtsextreme Strukturen, Rassismus und Gewalt in der Polizei aufmerksam und bringt diese Innensicht in die gemeinsame Arbeit für eine demokratische, menschenrechtsorientierte Polizei ein.
„Die Polizei verfolgt keinen Selbstzweck! Wir brauchen eine Polizei – aber nicht diese. Unsere Demokratie braucht Verfassungshütende, die fest auf den Werten von Grund- und Menschenrechten steht. Doch aktuell wird die öffentliche Debatte von rechtskonservativen Stimmen dominiert, sie werden gar als Experten wahrgenommen. Dem wollen wir eine konstruktive Perspektive entgegensetzen.“
Oliver ist seit 27 Jahren Polizist bei der Polizei Berlin, seit mittlerweile 14 Jahren übt er öffentlich und mit zunehmender Reichweite Kritik an der Polizei und hat 2021 die Initiative “BetterPolice” gegründet. Er verarbeitete seine Beobachtungen zu rechtsextremen Chatgruppen, rassistischem Verhalten, Gewalt und Diskriminierung bei der und durch die Polizei in seinem Buch “Ich kämpfe für eine bessere Polizei”.